Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

Glanzvolle Ära: Ehemaliger Dortmunder Theaterintendant Horst Fechner gestorben

DORTMUNDTrauer um Horst Fechner: Der ehemalige Generalintendant des Dortmunder Theaters ist am Ostermontag mit 89 Jahren in der Nähe von Kiel im Kreis seiner Familie gestorben. Eine schwere Erkrankung hatte ihm zuletzt sehr zugesetzt.

Ehemaliger Dortmunder Theaterintendant Horst Fechner gestorben
Horst Fechner (r.) und der bekannte US-amerikanische Opernsänger Simon Estes Foto Archiv Menne

Von 1985 bis 1995 bescherte Horst Fechner den Dortmundern eine glanzvolle Theater-Ära mit fantastischen Opernproduktionen vor oft ausverkauftem Haus. "Er war eine Ausnahmepersönlichkeit in der deutschen Theaterlandschaft", würdigte ihn am Donnerstag der bekannte Münchner Regisseur Heinz-Lukas Kindermann, der damals Oberspielleiter in Dortmund war und unter dem grünen Schildkrötendach einen bis heute legendären "Ring" inszenierte.

Aber nicht nur Wagner-Opern, sondern auch viele anderen Produktionen wie der Mozart-Zyklus profitierten von Fechners hervorragendem Organisationstalent und seinem untrüglichem Gespür für schöne Stimmen. Jane Henschel, Oskar Hillebrandt oder Franz-Josef "Jupp" Kapellmann sind nur einige der vielen Künstler, die von Dortmund aus eine internationale Karriere starteten.

Fechner nahm regen Anteil am Dortmunder Kulturleben

Aber auch Theaterskandale gehörten natürlich zur Ära Fechner. So gab es viel Wirbel um eine nackte "Salome", die in der Regie von John Dew über die Bühne tanzte. John Dew war dann auch bis 2001 der letzte Generalintendant des Hauses, heute hat dort jede Sparte ihren eigenen Chef.

"Horst Fechner war bis zuletzt hellwach und nahm regen Anteil am Dortmunder Kulturleben", betonte sein guter Freund und Kollege Heinz-Lukas Kindermann. So hatte Fechner sehr interessiert die Berichte über die Wahl von Heribert Germeshausen zum neuen Dortmunder Opernintendanten verfolgt.

Zur Startseite >

Orte

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Neu im Kino: „Alles unter Kontrolle“ ist eine schale Komödie

„Alles unter Kontrolle“ ist eine schale Komödie

Da mag der Afrikaner lamentieren wie er will, die Grenzpolizisten zeigen kein Mitleid. José (Ary Abittan) und Guy (Cyril Lecomte) schieben jeden Tag illegale Einwanderer aus Frankreich ab. Algerier, Togolese, Afghane - ihnen doch egal. Hauptsache, der Delinquent sitzt im Flugzeug, und sie haben "Alles unter Kontrolle", wie die französische Komödie von Philippe de Chauveron heißt, die aus dem Flüchtlingsthema humoristische Funken schlagen will.

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG