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Fußball: Oberliga: Wechsel der TSV-Spieler beschäftigen Arbeitsgericht

HALTERNDie Fronten bleiben verhärtet, eine Einigung ist nicht in Sicht: Seit Freitag beschäftigen die Turbulenzen beim TSV Marl-Hüls sogar das Arbeitsgericht. Es geht um Freigaben für Ex-Spieler, angeblich ausstehende Zahlungen und Ablösesummen, die der TuS Haltern zahlen soll.

Wechsel der TSV-Spieler beschäftigen Arbeitsgericht
Konnte vor Gericht keine Einigung mit seinem Ex-Verein TSV Marl-Hüls erzielen: Rafael Hester. Foto: Krimpmann

Einer der Kläger ist Rafael Hester. Der 23-jährige Torwart, der jetzt beim TuS Haltern spielt, hatte seinen Vertrag im Juni fristlos gekündigt, weil er angeblich schon seit März nicht mehr sein volles Geld erhalten hat. „Ich war einfach unzufrieden, weil die vertraglich zugesicherten Zahlungen nicht mehr gekommen sind und man dann irgendwann einfach kein Vertrauen mehr in den Verein hat“, sagte Hester am Rande des Prozesses vor dem Herner Arbeitsgericht.

Vertrag nicht eingereicht

Im Gegensatz zu anderen Ex-Spielern des TSV Marl-Hüls, hatte er allerdings das Glück, dass die von ihm bereits im Dezember 2016 unterschriebene Vertragsverlängerung durch die Beschlagnahmung der Steuerfahndung nicht mehr beim Westdeutschen Fußballverband eingereicht werden konnte. Damit musste ihm die Freigabe erteilt werden – und er darf weiter spielen.

Der TSV Marl-Hüls pocht allerdings trotzdem auf eine Ablöse. Nach Angaben des Anwalts müssten für den 23-Jährigen 10.000 bis 12.000 Euro fließen, die der TuS Haltern zahlen soll. Darüber soll nun verhandelt werden.

2600 Euro Schulden

Besonders hart hat es dagegen Ex-TSV-Stürmer Michael Smykacz erwischt. Er hatte seinen Vertrag mit dem Oberligisten aus Marl ebenfalls fristlos gekündigt, weil ihm der Verein angeblich noch rund 2600 Euro schuldet. Spielen darf er seitdem nicht mehr. Der Oberligist verweigert Smykacz die Freigabe und pocht auf Vertragseinhaltung. Möglicherweise kann der 24-Jährige die Hinrunde damit schon abhaken.

Entsprechend frustriert gab er sich am Freitag vor Gericht. Nach eigenen Angaben hat er zurzeit nicht einmal einen Verein, um zu trainieren. Auch sein Anwalt Martin Weiser war sauer: „Dass der TSV versucht, den Spielern Knüppel zwischen die Beine zu werfen, ist moralisch völlig daneben.“

Termin im November

Ob die Spieler ihre Verträge fristlos kündigen durften und auf Nachzahlungen hoffen dürfen, entscheidet sich erst im November. Dann ist der nächste Verhandlungstermin am Herner Arbeitsgericht. 

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