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4 Kommentare

Das BVB-Interview: Marco Reus: "Diese Fehlerketten waren untypisch"

MONACOViel hatte sich Marco Reus für das Rückspiel beim AS Monaco vorgenommen. Doch mehr als sein zwischenzeitlicher Anschlusstreffer sprang für den BVB bei der 1:3-Niederlage am Mittwochabend nicht heraus. Anschließend sprach der 27-Jährige über die Gründe für das Aus im Champions-League-Viertelfinale.

Marco Reus: "Diese Fehlerketten waren untypisch"
Marco Reus erklärte nach dem 1:3 gegen Monaco: "Wir müssen in den nächsten Spielen in der Liga und im Pokal sofort wieder liefern." Foto: imago

Marco Reus, Sie haben vor der Partie großen Optimismus ausgestrahlt. Woran hat es gelegen, dass die 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel nicht aufgeholt werden konnte?
Es war unser Ziel, trotz der ganzen Dinge, die uns zuletzt passiert sind, zuversichtlich ins Spiel zu gehen. Und wir hatten ja auch in Monaco unsere Chancen. Nutzen wir sie besser und verteidigen dazu konsequenter, wäre mehr möglich gewesen. Aber wir sind ganz schlecht ins Spiel gekommen. Danach war es vom Kopf einfach schwer. Ab der 60. Minute hat uns dann auch der Mut gefehlt, noch weiter nach vorne zu spielen.

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Champions League, Viertelfinale: AS Monaco - BVB 3:1 (2:0)

Bereits nach 17 Minuten lagen Sie 0:2 hinten, beide Male nach Fehlerketten. Hatte der schwache Start mit der verzögerten Abreise zum Stadion vor der Partie zu tun?
Das darf keine Rolle spielen, aber natürlich bringt dich das erst einmal aus dem Konzept. Wir haben unsere Automatismen, die werden durch so etwas unterbrochen. Vor allem für die Spieler, die bei dem schrecklichen Ereignis in der vergangenen Woche dabei waren, war es auch nicht einfach, im Bus zu sitzen und zu warten. Aber darauf möchte ich es nicht schieben, dass wir in den ersten 20 Minuten nicht voll da waren. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht in dieser Phase, standen nicht eng beieinander und hatten auch keine richtige Zuordnung.

Auch nach vorne fehlten diesmal - mit Ausnahme Ihres Treffers zum 1:2 - die großen Torgelegenheiten …
Ja, es stimmt, dass wir nicht so viele 100-prozentige Chancen hatten. Der letzte Pass, die letzte Konsequenz haben uns gefehlt. Monaco hat es deshalb auch verdient, weiterzukommen. Sie haben sich nicht beeindrucken lassen. Trotzdem bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie das alles verarbeitet und hier aufgetreten ist. Jetzt geht es weiter. Wir müssen in den nächsten Spielen in der Liga und im Pokal sofort wieder liefern.

 
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Vorne sind Sie jederzeit für zwei, drei Tore gut. Allzu oft gilt das aber auch für die eigene Defensive. Ist das das Hauptproblem, an dem gearbeitet werden muss?
Wir müssen an vielen Dingen arbeiten. Die Fehlerketten vor den Toren von Monaco waren aber eigentlich untypisch für uns. Da waren wir viel zu passiv. Das merkst du als Spieler. Wir müssen aufmerksamer sein. Wenn wir zuhause spielen, spielen wir anders. Da ist die Körpersprache eine andere, die Mentalität auch. Dieser Unterschied darf so nicht sein. In der Champions League nicht, aber auch sonst nicht.

Vor der Partie war Marc Bartra in der Kabine. Wie fanden Sie seine Unterstützung?
Es war ein schönes Gefühl, dass er hier bei uns in Monaco war und eine kleine Ansprache vor dem Spiel gehalten hat.

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Kommentare
  • Fehler der Abwehr!
    von Richi05 am 20.04.2017 23:06 Uhr

    Da hat Reus nicht richtig aufgepasst, solche Fehler passieren unser Abwehr laufend, auch gegen Ingolstadt oder Darmstadt!!!

  • @Dembouz1909
    von Fist4Fun am 20.04.2017 12:12 Uhr

    Drum begann ich mein Schreiben mit den Worten "Unabhängig vom Anschlag vor mehr als einer Woche, war die Aufstellung ein Armutszeugnis....."
    Ich bin mir der Sache bewusst, dass diese Situation extrem schwierig (gerade für die junge Mannschaft) zu bewerkstelligen ist.
    Die Alternativen, die gestern auf der Bank Platz nahmen, wirkten vergangenen Spieltag gegen Frankfurt allerdings frischer und waren mit Sicherheit TROTZDEM bessere Alternativen.
    War nicht das erste Spiel das TT durch seine Rotation mit zu verantworten hatte, obwohl mehr drin war. Auch vor dem geplanten Mordanschlag.
    Meine Kritik galt hauptsächlich TT und nicht dem Team (mal davon ab, das unsere Abwehralternativen auch VOR(!!) dem Anschlag nicht qualifiziert genug waren).
    B-H-H Borussia

  • Anschlag
    von Dembouz1909 am 20.04.2017 08:39 Uhr

    Es war nicht nur ein Anschlag, wir reden hier von versuchtem MORD.

    Das entschuldigt nicht alles, aber es wird Monate dauern, bis der BVB wieder mit einem Lächeln Fußball spielen kann.

  • falsche Aufstellung // falsche Transferziele
    von Fist4Fun am 20.04.2017 07:07 Uhr

    Unabhängig vom Anschlag vor mehr als einer Woche, war die Aufstellung ein Armutszeugnis. Thomas Tuchel entschied sich explizit GEGEN den Einzug in das Halbfinale. Ganz Dortmund stöhnt, wenn in der Aufstellung Durm und Ginter erscheinen. Wenn ich dann sehe, das mit Toprak ein Abwehrmann geholt wird, mit dem es gilt im kommenden Jahr voll anzugreifen, dann stellen sich mir alle Haare auf.
    Wäre er eine Option, um die Defensive zu stabilisieren? Ich muss lachen. Er darf nicht die erhoffte Verstärkung sein. Bitte da Geld in die Hand nehmen Susi und Aki.
    Dass Aubameyang stets in großen Spielen nur mit dem Rücken zum eigenen Tor spielt und kaum Durchschlagskraft erzeugt, somit immer wieder in entscheidenden Spielen abtaucht, erklärt, warum große Clubs nicht wirklich Interesse zeigen. Danke für alles, Auba..... aber Deine Zeit ist gekommen.
    Trotz alldem verbleibe ich mit einem sportlichem,
    BallHeil Hurra, Borussia.
    Auf geht´s in 2017/2018

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