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Edeka-Neubau: Größter Frischemarkt der Stadt wird stützenfrei gebaut

HERVESTDer Grundstein ist gelegt. Jetzt wächst das Flaggschiff der Honsel-Flotte in rasantem Tempo auf dem Zechengelände Fürst Leopold in die Höhe. Im November will der mit 2300 Quadratmetern Verkaufsfläche größte Frischemarkt der Stadt seine Türen öffnen – und dann gibt's einige Neuheiten zu bestaunen, sind sich Bauherr und Architekt einig.

Größter Frischemarkt der Stadt wird stützenfrei gebaut
Ein Ensemble aus Glas, Beton und Stahl: Vorderansicht des neuen Honsel-Frischemarktes, der auf dem Zechengelände entsteht. Zeichnung: Architekturbüro Thieken

38 Meter breit, ca. 80 Meter lang (ohne Anlieferungszone) und mit sechs Metern mehr als doppelt so hoch wie üblich – es sind nicht nur die großzügigen Ausmaße, sondern auch die statischen Besonderheiten, die dieses Gebäude in Dorsten einzigartig machen: „Wir bauen stützenfrei, das heißt die riesige Halle ist freispannend und kann somit ihre besondere Raumwirkung entfalten“, begegnet Architekt Rainer Thieken dieser ingenieurstechnischen Herausforderung mit weit gespannten Fertigteilträgern, sogenannten Betonbindern, die aufwändig mit Spezialtransporten herangeschafft werden.

Frei in der Gestaltung

Der Vorteil des stützenfreien Bauens liegt für den Geschäftsmann nicht nur in der Verbesserung der Optik: „So können wir die Regale so stellen, wie wir es wollen und nicht, wie es uns die Stützen vorgeben“, will Ralf Honsel  in puncto Produktpräsentation dauerhaft flexibel sein. Der Geschäftsmann weiß, dass sich die Ladenstruktur aufgrund der rasanten Entwicklung in der Lebensmittelbranche in ständigem Wandel befindet: Rund 50 neue Produkte pro Woche drängen in die Regale. „Früher brauchte man zwei Meter für ein Kaffeeregal, heute reichen vier Meter kaum aus, um alleine die Tchibo-Palette darzustellen“, braucht Honsel Platz für Kapseln und Cappuccino, gerösteten Bohnen und Bio-Kaffee.

Angepasste Fassade

Auch die geplanten Frischetheken für Fisch, Fleisch, Wurst, Käse und andere Lebensmittel in allen Qualitätsstufen, die im „neuen Honsel“ eingerichtet werden, rühmen sich, in Dorsten superlativ zu sein. „Wir werden auch unsere Verwaltung und unsere Wurstproduktion von Holsterhausen nach Hervest verlegen“, erklärt Honsel die Gesamt-Nutzfläche von insgesamt 4000 Quadratmetern.

Die Außengestaltung des Edeka-Marktes korrespondiert mit dem denkmalgeschützten Bestand auf der Zechenfläche. So ist die Fassadenfarbe – schwarz-anthrazit im matt-glänzenden Wechsel – als Reminiszenz an die geförderte Kohle nicht zufällig gewählt. Große Cortenstahl-Stelen in Edelrost-Optik fügen sich als Deko-Elemente gut ein in die Szenerie der „verwitterten“ Industriekultur.

Platz zum Parken

Die Hauptzufahrt zum Markt erfolgt über den Kreisverkehr an der Leopold-Allee. Die Zechenmauer zur Halterner Straße, über die auch eine Zufahrt möglich ist, bleibt erhalten. „Es wird sich ein weiterer Platz ausbilden, mit dem Edeka-Markt als Kopf und den alten Zechengebäuden an den Seiten, die sich gegenseitig ergänzen, nicht erdrücken“, erläutert Thieken. Und ausreichend Platz zum Parken soll es ebenfalls geben: Der mit roten Steinen gepflasterte neue Parkplatz bietet 300 Einstellplätze.

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