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400 Anträge fehlen: Unternehmen setzt letzte Frist für Glasfaser-Projekt

HALTERNVerlängerung für die Glasfaser-Nachfrage: In der Halterner Innenstadt haben sich bislang nicht genügend Menschen für das schnelle Internet entschieden - jetzt hat das Unternehmen Deutsche Glasfaser eine endgültige Frist gesetzt. Beim ungeliebten Plan B würden einige Interessenten in die Röhre gucken.

Unternehmen setzt letzte Frist für Glasfaser-Projekt
Die Firma Deutsche Glasfaser hat unter anderem an der Rochfordstraße 1 einen Infoshop eröffnet. Foto: Kevin Kindel

Was ist der Stand der Dinge?

Große Teile der Halterner Ortsteile bekommen schnelles Internet – das ist für die sogenannten Polygone, die die Firma Deutsche Glasfaser im Vorfeld ausgewählt hat, beschlossene Sache. In der Innenstadt kam aber nicht die benötigte 40-prozentige Zustimmung für das Projekt zustande. Die sogenannte Nachfragebündelung wird jetzt bis zum 3. Juni (Pfingstsamstag) verlängert. Danach soll aber endgültig Schluss sein, erklärte René Fuchs, Projektmanager der Deutschen Glasfaser, am Mittwoch.

Inwiefern ändert die Deutsche Glasfaser jetzt die Vorgaben?

Wie bereits angekündigt fügt das Unternehmen die Nachfragebündelung der Ortsteile mit der der Innenstadt zusammen. Das heißt, dass sich jetzt 40 Prozent der Haushalte in allen vorgesehenen Bereichen für das Projekt entscheiden müssen – die Innenstadt zählt nicht mehr alleine. Etwas mehr als 400 Anträge müssten immer noch gesammelt werden.

Was bedeutet die unzureichende Nachfrage für die Stadt?

Bürgermeister Bodo Klimpel macht weiterhin Werbung für das Großprojekt: „Die Bürger sollen sich mit dem Thema beschäftigen und Fragen erklären lassen. Das Schlechteste wäre, wenn die Innenstadt jetzt kein Glasfaser bekäme und sich in zwei Jahren alle beschweren.“

Sind 38 oder 39 statt 40 Prozent nicht auch in Ordnung?

Die Deutsche Glasfaser beharrt auf der 40-Prozent-Grenze – weil der Investor und die Banken so ihre Wirtschaftlichkeitsrechnungen aufgestellt haben.

Was passiert, wenn jetzt nicht genügend Leute mitmachen?

Der ungeliebte Plan B wäre ein Teilausbau, sodass Gebiete ausgespart werden, in denen das Interesse nicht groß genug ist. Schwierig wird dann aber, das den Kunden zu erklären, die in dem jeweiligen Gebiet schon Glasfaser beantragt haben. In Gescher bei Coesfeld gebe es eine sogenannte Donut-Lösung bereits, so Fuchs, mit einem Loch mitten im Versorgungsnetz. Wenn der 40-Prozent-Schnitt in allen Polygonen erreicht wird, könne man auch über einen Anschluss der bislang nicht berücksichtigten Randbereiche sprechen, so Fuchs. Andernfalls sei es aber auch möglich, die Leitung von Sythen nach Lippramsdorf über Hullern ganz an der Innenstadt vorbeilaufen zu lassen.

Der Infoshop des Unternehmens an der Rochfordstraße 1 ist geöffnet, Beratung gibt es außerdem bei Mobilfunk Entrop am Markt 3.

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