Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

Streckensperrung bei Davensberg: RB50-Fahrgäste landen in Hamm statt in Münster

LÜNEN/WERNEEine Streckensperrung in Davensberg hat am Mittwochabend dafür gesorgt, dass Fahrgäste der Eurobahnstrecke statt in Münster unverhofft in Hamm landeten. Ein Betroffener kritisiert das Bahnunternehmen für das Verhalten in der Situation - der Umgang mit den Fahrgästen sei "mehr als fragwürdig" gewesen.

RB50-Fahrgäste landen in Hamm statt in Münster
Die Eurobahn fuhr statt nach Münster nach Hamm. Archivfoto: Peter Bandermann

Der RB 50 der Eurobahn, der am Mittwoch um 21.35 Uhr von Dortmund über Lünen, Werne und Capelle nach Münster startete, musste in Davensberg stoppen. Grund war eine Streckensperrung wegen einer „behördlichen Maßnahme“, wie eine Sprecherin von Keolis, die die Eurobahn betreibt, auf Anfrage erklärte. Ein Reh war mit einem ICE kollidiert. Nachdem klar war, dass die Streckensperrung länger dauern würde und eine Weiterfahrt nach Münster nicht möglich war, musste der Zug wenden und wurde nach Hamm umgeleitet.

„Dort konnten die Fahrgäste sich dann entweder im Rahmen der Mobilitätsgarantie ein Taxi zu ihrem Zielort nehmen oder mit dem Fernverkehr, also IC oder ICE  nach Münster fahren“, so die Sprecherin.  Die Streckensperrung betraf dann auch die beiden RB 50 um 22.35 Uhr und 23.35 Uhr von Dortmund nach Münster. „Beide Züge wurden von Dortmund aus direkt nach Hamm umgeleitet, weil die Strecke weiterhin gesperrt war“, so die Sprecherin. In Hamm hätten die Fahrgäste dann wiederum entweder mit Taxis oder per Fernverkehr zu ihrem Ziel fahren können.

Eurobahn wehrt sich

Ein Betroffener, der sich mit einer Beschwerde an unsere Redaktion gewandt hatte, kritisierte, dass die Eurobahn den Zug letzten Zug nach Lünen um 23.35 Uhr „falsch ausgeschildert“ habe und bezeichnete den „Umgang mit den verzweifelten Fahrgästen“ als „mehr als fragwürdig“.

Dem widerspricht die Keolis-Sprecherin: es habe bei beiden Zügen Durchsagen gegeben, sowohl auf dem Bahnsteig als auch im Zug. „Der Triebwagenführer hat darauf hingewiesen, dass der Zug nach Hamm fährt und man von dort mit anderen Zügen fahren muss.“ Die Durchsage sei schon in Dortmund beziehungsweise in Münster am Gleis und vor der Abfahrt im Zug erfolgt. Laut Protokoll bei Keolis seien die entsprechenden Informationen „unverzüglich“ rausgegangen. 

Einfacher für die Fahrgäste Richtung Lünen und Werne wäre es gewesen, sich gleich von Dortmund oder Münster aus ein Taxi zu nehmen  - im Rahmen der Mobilitätsgarantie auf Kosten der Bahn, so die Keolis-Sprecherin. Das wäre nicht nur kürzer sondern auch kostengünstiger gewesen. Für ihn und vier weitere Leute bestellte der Lokführer im Auftrag der Eurobahn ein Taxi von Hamm nach Münster, schilderte uns der betroffene Fahrgast in seiner Beschwerde.

Zur Startseite >

Themen

Orte

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Im Theaterstück "Die kleine Hexe": Brambauer Schülerin spielt den Raben Abraxas

Brambauer Schülerin spielt den Raben Abraxas

BRAMBAUERErst "König der Löwen", dann "Peter Pan", nun "Die kleine Hexe": Die Brambauer Schülerin Laura Moser hat trotz ihres jungen Alters schon viel Bühnenerfahrung vorzuweisen. Auf der Werner Freilichtbühne spielt sie in diesem Sommer vor bis zu 800 Zuschauern eine der Hauptrollen, den Raben Abraxas. Wir haben mit ihr über ihre erste Hauptrolle, Lampenfieber und ihre Leidenschaft für das Theater gesprochen.

Auch interessant

Weitere Artikel

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG